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Artikel vom 24.05.2017

"Platz der Heimat" eingeweiht

„Platz der Heimat“ in Obrigheim eingeweiht.

70 Jahre nach Vertreibung und Flucht begann man in Obrigheim mit dem Bau des Platzes, der jetzt genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich in einer kleinen Feierstunde eingeweiht wurde. Der Platz solle, wie Bürgermeister Achim Walter in seiner Begrüßungsrede betonte, „an Krieg, Flucht und Vertreibung erinnern und den Blick in eine hoffentlich friedliche Zukunft für alle nachfolgende Generationen richten. Einige, die damals ihre alte Heimat verloren hatten, haben in Obrigheim den Grundstein für eine neue Heimat gelegt und sie durch ihr entschlossenes Zutun zu dem gemacht, was heute hier geworden ist.“ Mit einer Schweigeminute gedachte man der Mitbürger, die die schweren Zeiten nicht überlebt haben und bis zur heutigen Einweihung der Gedenkstätte verstorben sind. Bürgermeister Walter berichtete über Idee, Planung und Realisierung bis zur jetzigen Fertigstellung des Platzes. Eine Gedenktafel auf einem Sandsteinfindling trägt die Inschrift: „Platz der Heimat zur Erinnerung an Flucht und Vertreibung 1945/46“.

             Mit einem Gedicht, das Hans Kretz zitierte, erinnerte er daran, was es für all jene bedeutete, ihre Heimat gezwungenermaßen zu verlassen und als entwurzelte Menschen mit einem neuen Leben unter widrigen Bedingungen fertig zu werden. „Millionen von Heimatvertriebenen ist die Integration in der neuen Heimat erstaunlich gut gelungen. Damit die alte Heimat aber nicht in Vergessenheit gerät, ist es wichtig, dass Orte, Plätze, Denkmäler und Denkschriften daran erinnern, um aus der Geschichte zu lernen“.

             Als Zeitzeuge berichtete Franz Brandhuber über seine Idee, 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges mit der Errichtung eines Gedenkplatzes an die Ankunft  von einigen hundert Menschen zu erinnern, die nach dem Verlust ihrer Heimat im „Barackenlager Kirstettertal“ ( sechs Wohnbaracken und eine Toiletten-Waschbaracke) untergebracht wurden. Als die Gemeinde mit der Erschließung des Neubaugebietes „Liebold“ begann, informierte er Bürgermeister und Gemeinderat von seiner Idee, in der Nähe der damaligen Baracken einen Platz als Erinnerung an Vertreibung und Flucht vor 70 Jahren zu errichten. Gemeinsame Vorüberlegungen endeten in einem im April 2016 vom Gemeinderat gefassten Beschluss, den Platz der Heimat in der Form zu verwirklichen, wie er jetzt im Mai 2017 fertiggestellt und ( wegen des widrigen Regenwetters in der Aula der Realschule) eingeweiht wurde. Mit den Worten „meine Landsleute und ich freuen uns sehr, dass dies möglich wurde“ bedankte sich Brandhuber bei der Gemeinde und der Baufirma, die den Platz kostenlos gestaltet hat.

             Eine dem Anlass angemessene musikalische Umrahmung der Feierstunde gelang dem Donauschwaben-Chor Mosbach, der unter der Leitung und am Akkordeon begleitet von Franz Gräff mit seinen Heimatliedern die Gefühlslage vieler seiner Zuhörer traf. Mit Rosen für die Sängerinnen und viel Applaus wurde ihnen zum Abschluss ihrer Liedbeiträge gedankt.

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